Käse-Deutsch für Anfänger

Du redest echt Käse! Hat das schon mal jemand zu euch gesagt? Wenn ja: gratuliere! Denn dann kennt ihr euch im Fachjargon rund um Käse bereits aus. Für alle anderen haben wir in diesem Blogbeitrag einige wichtige Begriffe rund um den Käse und dessen Herstellung kurz erklärt. Viel Spaß beim „Käse reden“!

Was unterscheidet Milch von Heumilch?

Heumilch ist jene Art von Milcherzeugung, wie sie vor Hunderten Jahren schon üblich war: Im Sommer bekommen die Kühe frisches Gras und würzige Kräuter, im Winter Heu. Auf vergorene Futtermittel wird verzichtet.

Was ist ein Affineur?

Ein Affineur ist ein Käseveredler, der mit viel Fingerspitzengefühl und speziellem Wissen einen Käse zum Hochgenuss verhilft. Mit Salzlaken, verschiedenen Kräutern und anderem verhilft der Affineur dem Käse, sich optimal zu entwickeln.

Was heißt Fettgehalt in der Trockenmasse?

Käse besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Damit man gleiche Nährwerte erhält, bezieht sich der Fettgehalt beim Käse auf den getrockneten Zustand des Käses.

Gibt es laktosefreien Käse?

Mit Laktose ist der Milchzucker gemeint, also die Kohlenhydrate der Milch. Damit der Körper Laktose aufnehmen kann, spaltet er sie mithilfe des Enzyms Laktase auf. Fehlt dieses Enzym, kann die Laktose nicht abgebaut werden und der Mensch reagiert mit Durchfall oder Bauchschmerzen. Bei der Reifung des Käses wird Laktose abgebaut. Beim Hartkäse ist fast keine Laktose mehr nachweisbar.

Was ist Lab?

Lab gibt es in verschiedenen Varianten: Lab tierischen Ursprungs und mikrobielles Lab. Es sorgt dafür, dass die flüssige Milch gerinnt, also dick wird.

Was bedeutet Käsebruch?

Durch das Schneiden der dick gelegten Milch entsteht die so genannte Gallerte, eine puddingartige Masse. Der nächste Schritt ist der Käsebruch. Je stärker der Käse geteilt wird, umso härter wird der Käse. Geschnitten wird mit der so genannten Käseharfe, einem Metallrahmen mit parallel gespannten Drähten.

Was sind Käsekulturen?

Käsekulturen werden unterteilt in Säuerungskulturen, die für die Käseherstellung benötigt werden, und in weiterer Folge gibt es die Kategorie der Reifekulturen. Diese Kulturen können grundsätzlich in Schimmelpilze und Bakterien unterteilt werden. Ein Camembert oder ein Gorgonzola werden beispielsweise mit Hilfe eines Schimmelpilzes hergestellt, ein Rotkulturkäse mit Hilfe von Bakterien.

Was ist Molke?

Die Molke ist ein Nebenprodukt bei der Käseherstellung. Sie ist die Flüssigkeit, die nach dem Entnehmen des Käsebruches zurückbleibt.

Was ist eine Käsepresse?

Eine Käsepresse gibt dem Käse seine Form und presst die letzte Restmolke aus ihm.

Warum geht Käse gerne baden?

Das Salzbad, in das alle Käsesorten außer Frischkäse kommen, dient dazu, dass sich der Geschmack verbessert, sich eine Rinde bildet und der Käse länger haltbar wird.

Was ist Rohmilchkäse?

Rohmilchkäse besteht aus Rohmilch, also nicht pasteurisierter Milch. 
Bekannte Rohmilchkäse sind zum Beispiel Emmentaler, Bergkäse oder Parmesan. Im Gegensatz zu Rohmilchkäse sind die meisten Käsesorten aus pasteurisierter, also erhitzer Milch.

Was ist Schmelzkäse?

Schmelzkäse wird aus bereits fertig gereiftem Käse hergestellt. Dabei wird der Käse geschmolzen und bei hoher Temperatur zehn Minuten lang gerührt, wodurch der Käse lange haltbar wird.

Wie kommen die Löcher in den Käse?

Die großen runden Löcher wie etwa beim Emmentaler (Rundlochung in Wallnussgröße) entstehen durch Gärgase von Bakterien. Mit Erbsenlochung sind kleine Löcher wie beim Bergkäse gemeint. Bruchlochung ist unregelmäßiger und entsteht, wenn Bruch ohne Molke abgefüllt wird. Dabei wird Luft eingeschlossen. Wenn der Käse gepresst wird, werden die Bruchlöcher flacher und es entsteht die Schlitzlochung oder ein geschlossener Teig, das heißt ein Teig ohne Lochung.

Käsebrot statt Proteinshake: Die richtige Ernährung beim Sport

Beim Sport verlieren wir viel Wasser, Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe und Proteine. Die Ernährung von Sportlern sollte daher besonders ausgewogen sein. Wie viel Eiweiß der menschliche Körper grundsätzlich benötigt, wie ihr nach dem Sport eure Reserven wieder bestmöglich auffüllt und welche Rolle Käse dabei spielt, verraten wir euch hier.

Proteine sind die Baustoffe unseres Körpers. Jede unserer Zellen besteht aus Proteinen. Sie sorgen für Muskelaufbau und Regeneration, Verdauung, Stoffwechsel und die Produktion von Antikörpern in unserem Immunsystem. Wenn wir Sport betreiben, werden viele dieser Proteine aus dem Körper „rausgeschwitzt“ und „verbrannt“. Daher solltet ihr auf eine ausgewogene Ernährung vor und nach dem Training achten.

Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß

Dabei geht es nicht nur um die richtige Menge an Eiweißen, die je nach Intensität und Art der  Sportart und Körpergewicht des Sportlers unterschiedlich ist. Die Qualität der Proteine ist genauso entscheidend. Woran erkennt ihr gute Proteinquellen? Dafür müsst ihr wissen, dass unser Körper über 20 Aminosäuren zum Aufbau von Eiweiß benötigt. Die meisten davon, die nicht-essenziellen, kann er selbst herstellen. 8 sind allerdings so genannte essenzielle Aminosäuren. Diese müssen wir über unsere Nahrung zuführen. Je nachdem, ob alle 8 essenziellen Aminosäuren in einem Lebensmittel enthalten sind, sprechen wir von vollständigen oder unvollständigen Proteinquellen. Vollständige Proteine enthalten alle  essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge. Die meisten vollständigen Proteine finden wir in tierischen Lebensmitteln wie etwa Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern. Je hochwertiger also die Eiweißqualität eines Lebensmittels, desto weniger Eiweiß benötigt der Körper insgesamt. 

Die richtige Menge an Eiweiß

Studien empfehlen, dass ein Erwachsener pro Tag mindestens 0,8 g Protein pro Kilo Körpergewicht zu sich nimmt. Ein 80-Kilo schwerer Mann sollte demnach 64 g Eiweiß pro Tag essen. Betreibt ihr regelmäßig Ausdauersport oder Muskelaufbau, erhöht sich die Richtmenge auf 1,8-2,2 g Protein pro Kilo Körpergewicht, also 144-176 g Eiweiß bei einer Person mit 80 Kilo. Da Schnitt- und Hartkäse einen hohen Eiweißgehalt haben, sind sie ein sehr geeignetes Lebensmittel für Sportler. Unser Emmentaler enthält zum Beispiel 29 g Eiweiß auf 100 g.

Käse statt Muskelkater

Die erhöhte Eiweißzufuhr ist aber auch nach dem Sport wichtig. Wusstet ihr, dass Eiweiß in Kombination mit Kohlenhydraten die Muskeln schneller regenerieren lässt und somit Muskelkater vorbeugt? Ein mit Käse belegtes Vollkornbrot ist also der ideale Snack nach dem Sport.

Lustige Kuh Fakten

Am 9. Juli feiern wir den Tag der Kuh! Grund genug, uns ein wenig intensiver mit diesen wunderbaren Tieren zu beschäftigen. Wusstest du zum Beispiel, dass Kühe Höhenangst haben? Oder dass sie 200 Liter Speichel pro Tag produzieren? Hier kommen 10 kuriose Fakten über Kühe.

1. Was für eine Sabberei!

Durch das Wiederkäuen von bis zu 100 Kilogramm Gras produziert eine Kuh täglich 200 Liter Speichel. Dafür sind unglaubliche 30.000 Kaubewegungen nötig!

2. Schneide .. zahnlos

In der oberen Beißleiste haben Rinder keine Schneidezähne. Sie brauchen auch keine, da sie Grasbüschel einfach mit ihrer Zunge umschließen und abreißen und mit ihren Backenzähnen zermahlen.

3. Rind oder Kuh?

Als Kuh gilt ein weibliches Rind, das bereits gekalbt hat. Wenn wir von Kühen reden, meinen wir aber im Allgemeinen sämtliche Rinder.

4. Kühe machen .. boeh

.. zumindest in den Niederlanden. Während sie im deutschsprachigen Raum „Muh“ machen, ist es in England „moo“ oder in Nowegen „bø“.

5. 360 Grad Rundblick

Kühe haben immer alles im Blick, sie haben nämlich einen 360 Grad Rundblick. Allerdings sehen sie verschwommen und die Farbe Rot erkennen sie überhaupt nicht.

6. Kuschelmodus

Kühe sind sehr soziale Wesen. Sie können mindestens 50 Artgenossen erkennen und stellen sich gern zu ihren „Freunden“ auf der Weide.

7. In der Ruhe liegt die Kraft

Kühe lieben es, zu ruhen. Eine Kuh legt sich deshalb fünf- bis zehnmal Mal am Tag hin und verbringt bis zu 12 Stunden mit Ruhen.

8. Mit allen Sinnen

Kühe können dich schon aus 10 Kilometern riechen. Auch der Gehörsinn ist stark ausgeprägt. So können Kühe auch sehr tiefe und sehr hohe Frequenzen hören, die wir Menschen nicht wahrnehmen.

9. Schlaues Köpfchen

Kühe sind nicht dumm, im Gegenteil. Sie können beispielsweise den Hebel einer Wassertränke betätigen, um zu trinken oder mit ihrem Kopf auf einen Knopf drücken, um Futter zu erhalten.

10. Achtung Treppe

Kühe sind zwar clever, sie haben aber Höhenangst und können ihre Knie nicht sehr gut beugen. Daher können sie theoretisch eine Treppe hinauf-, aber schlecht wieder herabsteigen.

Käseguide für Genießer

Käseguide für Genießer

Käseliebhaber schweben im Genusshimmel, wenn es als Hauptgericht eine Käseplatte gibt oder eine kleine Käseauswahl als Dessert. Damit ihr bei eurer nächsten Einladung als Gourmetexperten punktet, haben wir hier ein paar Tipps für das Anrichten gesammelt.

1. Die Temperatur

Bevor ihr den Käse anrichtet, solltet ihr ihn temperieren. Wie ein guter Rotwein, entfaltet er sein volles Aroma erst bei 16 bis 18 Grad. Dafür müsst ihr ihn etwa 30 Minuten vor dem Anrichten aus dem Kühlfach geben.

2. Die Wahl des Messers

Warum muss es ein spezielles Messer für jede Käsesorte sein? Überlegt: Benutzt ihr denn das gleiche Messer fürs Brotschneiden und um einen Apfel zu vierteln? Eben nicht, und genauso ist es mit dem Käse. Ein Weichkäse hat eine andere Konsistenz als ein Hartkäse. Diese Konsistenz ist der Grund, warum auf einer Käseplatte mehrere verschiedene Messer liegen sollten. Weichkäse wie etwa einen Brie schneidet ihr idealerweise mit einem Messer mit einer sehr dünnen, geraden Klinge oder einem Messer mit Löchern. Dadurch wird die Textur nicht gequetscht. Auch eine Käseharfe durchschneidet einen Weichkäse mit ihren feinen Drähten schön gleichmäßig. Solltet ihr kein Käsemesser zur Hand haben, taucht ein scharfes Kochmesser in heißes Wasser, bevor ihr den Käse schneidet. Für Parmesan hingegen braucht ihr ein stabiles Messer mit einer breiten Klinge. Typische WOERLE-Käsesorten wie Emmentaler oder Mondseer könnt ihr auch gut mit einem Käsebeil schneiden.

Woerle Käseguide für Käsegenießer

3. Die Form der Käsestücke

So, jetzt wissen wir, mit welchem Werkzeug wir den Käse schneiden, aber noch nicht, welche Form er haben sollte. Besonders „in“ und sinnvoll ist ein Käsedreieck. Warum? Zum einen sieht es ästhetisch aus. Zum anderen ist damit gewährleistet, dass der Geschmack der aromatischen Käserinde gleichmäßig auf alle Stücke aufgeteilt ist. Die Spitzen der Käseecken zeigen dabei immer nach außen auf der Platte. Käsewürfel und Scheiben bringen Abwechslung auf die Käseplatte.

Woerle Käseguide für Käsegenießer

4. Das Arrangieren der Käsesorten

Eine Käseplatte sollte ein Fest für die Augen sein. Doch heute wollen wir nicht über die geschmackvolle Gestaltung reden, sondern darüber, nach welcher Logik die Käsesorten auf der Platte angerichtet werden sollten. Diese Reihenfolge wird auch Käseuhr genannt. Wie auf einer Uhr wird dabei der Käse im Kreis herum angeordnet, von mild bis kräftig. Beginnt bei 6 Uhr, also da, wo der Käse eurem Gast am nächsten ist. Startet mit den milden Sorten wie Frischkäse, einem leichten Weichkäse oder dem WOERLE Heumond Kas. Auf 9 Uhr kommen kräftigere Weichkäse wie ein würziger Camembert sowie junge und mittelalte Gouda, Edamer oder ein milder Emmentaler. Auf 12 Uhr kommen die kräftigeren Käsesorten mit einer nussigen Note wie etwa der WOERLE Großglockner oder auch unser Mondseer. Auch ein Parmesankäse oder mildere Bergkäsesorten finden hier Platz. Auf 3 Uhr kommen lang gereifte Hartkäse mit würzigem Geschmack und Blauschimmelkäse. Du siehst: Die Aromen steigern sich von „Stunde zu Stunde“.

5. Das passende Getränk

Ein milder und cremiger Käse verträgt sich gut mit einem leichten Bier (siehe Blogbeitrag Bier und Käse) oder Weißwein. Auch passend wäre ein Gin Tonic. Feste Käsesorten harmonieren gut mit Weinen mit niedrigem Säuregehalt, wie etwa einem Sauvignon Blanc. Oder darf‘s ein Cocktail sein? Etwas süß-bitteres wie ein Manhattan würde gut passen. Ein Blauschimmelkäse hingegen braucht ein starkes und süßes Getränk als Begleiter, etwa einen Dessertwein, einen Portwein oder ein starkes Bier. Als nicht alkoholische Variante bietet sich zu Käse ein Birnensaft, Apfelsaft, Molke oder Kaffee an.

Woerle Käseguide für Käsegenießer

Brot und Käse – ein absolutes Dreamteam

Brot und Käse – ein absolutes Dreamteam

Frisch, mild, würzig: Jeder von uns hat seine eigenen Käsevorlieben. Und wenn’s ums Brot geht? Das spielt meist nur die Rolle des „Begleiters“. Dabei sind gerade bei diesen beiden Lebensmitteln wunderbare Kombinationen möglich. Wir verraten euch die besten.

Woerle Heumilchgeschichten Brot und Kaese

Aroma-Forschung, Food Pairing, Harmonie versus Kontrast – was wissenschaftlich klingt, beantwortet im Grunde nur folgende Frage: Welche Genuss-Kombinationen passen zusammen? Schauen wir uns also an, welcher Käse zu welchem Brot passt. Doch vorher ein paar Fakten zum Brot-Konsum von Herrn und Frau Österreicher:

  • Sieben von zehn Österreichern essen mindestens einmal täglich Brot oder Gebäck. 
  • Der durchschnittliche Pro-Kopf-Jahresverbrauch lag 2020 bei rund 48 kg Brot. Das sind monatlich ca. 4 kg.
  • In Österreich kann man aus rund 150 verschiedenen Brotsorten auswählen.

Schauen wir uns nun die Gemeinsamkeiten von Brot und Käse an. Beides sind Jahrtausende alte Lebensmittel. Beides sind heiß geliebte Grundnahrungsmittel. Und beides sind ideale Nährstoff-Lieferanten: Während Käse uns vor allem mit Eiweiß und Kalzium versorgt, stecken in Brot vor allem Kohlenhydrate.

Gleich und gleich … oder doch nicht?

Nun aber zu den passenden Paaren. Diese zeichnen sich entweder durch perfekte Harmonien oder durch spannende Kontraste aus.

  • Würziger Käse + Brot mit dezentem Geschmack: Ein Woerle Bergkäse oder der Großglockner Premium passt gut zu einem Baguette und zu Weizen- oder Weizenmischbroten.
  • Schnittkäse + kerniges Brot: Unser Tilsiter passt zum Beispiel zu Mehrkornbrötchen, Roggen-, Sonnenblumen- oder Kümmelbrot oder kräftigem Landbrot. Kernige Nussbrote unterstreichen das feinwürzige Aroma von Bergkäse-Arten wie dem Großglockner Bergkäse.
  • Milder Weichkäse + helles Brot: Zu einem milden Camembert und Brie passt bestens ein knuspriges, ofenwarmes Baguette oder frisches Laugengebäck. 

Rezepte mit Käse und Brot

  • Käse-Zupfbrot: Habt ihr schon einmal ein Käse-Zupfbrot probiert? Dazu braucht ihr nur wenige Zutaten: einen großen frischen Brotlaib, würfelig geschnittenen gelben und grünen Paprika, in Scheiben geschnittene Frühlingszwiebeln, etwas Butter, 250 g Gouda und 250 g Emmentaler, beides in Streifen geschnitten. Nun schneidet ihr das Brot gitterförmig ein und steckt den Käse in die Zwischenräume. Bevor ihr es in den Ofen schiebt, bestreicht ihr es mit warmer Butter und verteilt die Frühlingszwiebeln und den Paprika darauf. Nun müsst ihr nur noch das Brot in Alufolie wickeln und bei 180 Grad etwa 20 Minuten lang backen. Danach entfernt ihr die Alufolie und schiebt das Brot weitere 20 Minuten in den Ofen. Mit frischem Petersiliengrün garnieren. Ihr werdet sehen: ein perfekter Partysnack!
Woerle Heumilchgeschichten Brot und Kaese

Wie ihr den Kühlschrank
richtig einräumt

Wie ihr den Kühlschrank richtig einräumt und dadurch die Umwelt schont

Jeder spricht von der Klimakrise und spätestens seit Greta Thunberg hat auch bei so manchem Jugendlichen ein Umdenken eingesetzt. Oft reichen schon kleine Schritte, um eine große Wirkung zu erzielen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass ihr viel Strom sparen könnt, wenn ihr euren Kühlschrank richtig einräumt – und dass die Lebensmittel dann auch länger frisch bleiben?

Woerle Kühlschrank richtig einräumen

Ein Kühlschrank hat mehrere Temperaturzonen. Im oberen Bereich ist es wärmer, im unteren kühler. Und im Frischefach für Obst und Gemüse, welches meistens im untersten Bereich des Kühlschranks ist, ist die Temperatur wieder höher. Daher ist es sinnvoll, Lebensmittel je nach Kühlbedarf in das richtige Kühlschrankfach zu räumen. Ins oberste Fach (7-10 Grad) gehören Marmeladen, Eingelegtes, Soßen und nicht ganz so leicht verderbliche Lebensmittel. Im mittleren Fach bewahrst du Milchprodukte wie Topfen, Joghurt, Sahne, Milch sowie Eier oder Dressings auf. Ins untere Fach (4-5 Grad) gehören die leicht verderblichen Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Wurst. Ins Gemüsefach gehören Salat, Obst und Gemüse. In den Türfächern ist Platz für Senf, Ketchup, angebrochene Glaskonserven, Butter und Margarine. Was viele nicht wissen: Milch sollte hier nicht aufbewahrt werden, da die Temperatur zu hoch ist.

Was kommt nicht in den Kühlschrank?

Einige Obst- und Gemüsesorten sind kälteempfindlich und sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dazu gehören die Obstsorten Ananas, Avocado, Bananen (werden braun), Granatapfel, Mango, Zitrusfrüchte sowie folgende Gemüsesorten: Gurken, Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebel, Auberginen, Tomaten, Zucchini. Damit keine Lebensmittel verderben, solltet ihr auf Übersichtlichkeit im Kühlschrank achten. Nur so könnt ihr das Mindesthaltbarkeitsdatum gut im Auge behaltet. Generell sollte der Kühlschrank nicht zu voll eingeräumt sein, sonst kann keine Luft zirkulieren und die Lebensmittel werden nicht optimal gekühlt.

Käse richtig aufbewahren

Wie sieht es nun mit dem Käse aus? Er sollte im obersten Fach gelagert werden, weil dort die Aromastoffe am besten erhalten bleiben. Käse mag keine Extreme, er sollte also weder zu kalt noch zu warm gelagert werden. Bedenkt immer, dass Käse nachreift, außer er wird zu kalt gelagert (unter 4 Grad Celsius), denn dann verliert er an Aroma.

Wichtig ist, dass der Käse atmen kann, sonst trocknet er aus. Deshalb ist eine luftdurchlässige Verpackung, wie es beim Käsepapier der Fall ist, ideal. Wenn es unbedingt Frischhaltefolie sein muss, deckt damit nur die Schnittfläche ab, damit der Käse über die Rinde atmen kann. Ideal ist eine Käseglocke, die luftdurchlässig ist. Auf diese Weise wird auch verhindert, dass der Käse den Geruch von anderen stark riechenden Lebensmitteln aufnimmt. Käse sollte übrigens nur im Notfall eingefroren werden, da er dadurch seinen Geschmack verliert.

 

Woerle Kühlschrank richtig einräumen

Käse nachhaltig lagern, Stichwort #ZeroWaste: Bienenwachstücher

Eine tolle Alternative zu Frischhaltefolie, Alufolie und Co. sind Bienenwachstücher. Ihr könnt sie aus geschmolzenem Wachs, Baumwoll- oder Leinentüchern und etwas Pflanzen- oder Kokosöl leicht selber machen. Sie sind ganz einfach abwaschbar und wieder verwendbar! Sie sind atmungsaktiv und haben sogar eine antiseptische Wirkung. Sie schützen euren Käse wie eine natürliche Schutzhülle und halten ihn lange frisch. Ein Tipp: Verwendet für Käse immer dasselbe Tuch, da es das Aroma aufnimmt.

Käse richtig genießen

Zu guter Letzt noch ein Tipp zum genussvollen Käse-Verzehr: Nehmt den Käse ca. 30 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank (dies gilt allerdings nicht für Frischkäse). Das Aroma entfaltet sich ab einer Temperatur von ca. 16 Grad Celsius. Wenn Käse zu kalt serviert wird, kann er sein volles Käsearoma nicht entfalten. Wir wünschen guten Appetit und lasst euch den Käse gut schmecken!

Woerle's
Geschichte

Woerle’s Geschichte

Die Tradition der Feinkäserei Woerle geht auf Johann Baptist Woerle, einen visionären Käsemacher, zurück, der um 1870 herum auszog, um ideale Bedingungen für die Produktion von Emmentaler zu finden. Ausgehend von der Idee des Reinheitsgebots anno 1889 nehmen 130 Jahre Käsekultur aus Meisterhand ihren Lauf: Johann Baptist Woerle errichtet im Flachgau die erste Emmentalerkäserei. Die Voraussetzung für besten Käse ist beste Milch. Und die entsteht erst dann, wenn die Kühe bestes Futter bekommen. Seit damals ist es unser Bestreben, die kleinstrukturierte Landwirtschaft zu bewahren und die Heumilch als ursprünglichste Form der Milchverarbeitung zu erhalten.

Geschichte der Gebrüder Woerle

Vom Ursprung der Käserei WOERLE

Ein Blick zurück in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts: Im deutschen Allgäu hat man gerade die Milchwirtschaft entdeckt und damit auch die Kunst des Käsens. Johann Baptist Woerle, ein gebürtiger Allgäuer, ist ein Käsemeister der ersten Stunde und meldet bereits im Jahr 1874 in Rosenheim (D) einen gewerblichen Käsehandel an. Doch die Vertriebsmöglichkeiten sind beschränkt. Also fasst Johann Baptist Woerle den Entschluss weiterzuziehen, in eine Gegend, wo er sich in Ruhe seiner großen Leidenschaft widmen kann – dem Käsen. Mit seiner Frau Marie zieht er vom Allgäu in den Salzburger Flachgau, damals Gebiet der K.u.K. Donaumonarchie. Hier ist die Landschaft ähnlich der des Allgäu mit saftigen Wiesen und Almen – eine ideale Voraussetzung für Milchviehhaltung und Käseerzeugung.

1889

Firmengründer Johann Baptist Woerle legt den Grundstein zur ersten Emmentaler Käserei im Lande Salzburg und somit zur ersten namentlich erwähnten Emmentaler Käserei Österreichs. Wie sehr sein Vorhaben von Erfolg gekrönt ist, beweist die Tatsache, dass er schon wenig später erfahrene Käsemeister aus der Schweiz, dem Allgäu und Tirol bei sich einstellen kann, um neben dem beliebten Emmentaler weitere Käsespezialitäten für seine zahlreichen Kunden zu käsen. Bereits vor über 100 Jahren wusste Johann Baptist Woerle, was den besten Käse ausmacht: Wertvolle natürliche Heumilch! Darum hat er anno 1889 das Woerle Reinheitsgebot erlassen, das seither behutsam von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Geschichte von Woerle
Geschichte von Woerle

„Der Natur verbunden. Der Reinheit verpflichtet. Aus Liebe zum Käse“

1902

Johann Baptist Woerle übergibt das Unternehmen und das Wissen um die Kunst der Käsezubereitung an seine beiden Söhne, Johann und Josef Woerle. „Gebrüder Woerle“ so nennt sich der Familienbetrieb im Vorgarten der Stadt Salzburg und aus der kleinen Käserei wird ein stolz wachsendes Unternehmen.

Neben der immer bedeutender werdenden Käseproduktion betreiben die Gebrüder Woerle zu dieser Zeit auch schon einen regen Handel. So beliefern sie Kunden in Rom, Mailand, Budapest, Pressburg, Prag und vielen weiteren Städten in Europa mit Woerle Käsespezialitäten – gekäst nach hauseigener Woerle Rezeptur und natürlich streng nach dem „Woerle Reinheitsgebot anno 1889“.

1925

Ein wichtiger Meilenstein für den Aufschwung der Traditionskäserei ist der Erwerb des ehemaligen Brauhauses des „Caspar Moser Bräu“ in Henndorf am Wallersee. Endlich kann der Platzbedarf gedeckt werden. Herzstück des Gebäudes ist der viergeschossige Keller, der die klimatischen Bedingungen bietet, um den feinen Woerle Emmentaler zum absoluten Hochgenuss reifen zu lassen.

1929

Nicht nur die Kunst des traditionellen Käsehandwerks, sondern vor allem Pioniergeist und der Mut zu Innovationen beschleunigt den Aufstieg des Familienbetriebs. Auf einer seiner vielen Reisen entdeckt Johann Woerle in der Schweiz den Schmelzkäse, das „Käsefondue zum Mitnehmen“. Vertrauend auf die in Österreich bis dahin weitgehend unbekannte Technologie wird ein Käseschmelzwerk eingerichtet und damit die Weichen für weitere Exportchancen gelegt.

1955

Hans und Martin Woerle übernehmen das Familienunternehmen und setzen mit Engagement und Elan den Aufschwung fort. Die Emmentaler Käserei in Henndorf wird modernisiert und das Schmelzwerk nach Seekirchen verlegt.

1981

Gerhard Woerle setzt die Expansionspläne weiter um und gründet aufgrund beachtlicher Zuwachsraten eine eigene Exportgesellschaft. Die Marke „Happy Cow“ wurde geboren und in kurzer Zeit ein Begriff auf dem Überseemarkt.
Das Familienunternehmen Woerle beschäftigt nun bereits 100 Mitarbeiter. Aufgrund der starken Weiterentwicklung von Woerle wird in Henndorf ein modernst ausgestatteter Produktions- und Verwaltungskomplex errichtet. Somit ist Woerle bestens für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet.

2001

Pachtübernahme der Mondsee Landkäserei in Oberhofen. Die Produktion der Schnittkäsespezialitäten wird in den neuen Standort verlegt und die reichhaltige Woerle Palette noch um weitere Sorten erweitert.

2018

Beginn der Betriebserweiterung am Standort Henndorf mit der Errichtung eines Hochregallagers und des Ausbaus der bestehenden Produktionsmöglichkeiten.

2020

Baubeginn der Käserei neu mit einer geplanten Fertigstellung 2021, damit sind alle Produktions- und Lagerstätten in Henndorf vereint. Mit der Inbetriebnahme dieses Bauabschnitts werden wir unser Generationenprojekt abschließen und die Grundlage geschaffen haben, um die Zukunft erfolgreich gestalten zu können.

WOERLE heute

Der Erfolg geht weiter: Heute präsentiert sich das Traditionsunternehmen Woerle als eine der größten und modernsten Privatkäsereien Österreichs mit internationaler Ausrichtung. Woerle’s Käsespezialitäten zählen nicht nur im Inland zu den beliebtesten, sondern erfreuen sich in mittlerweile über 70 Ländern der Erde steigender Beliebtheit.

Geschichte von Woerle

Heumilch für mehr Kuhwohl

Unsere Kühe fühlen sich pudel .. äh .. kuhwohl!

Wohlfühlen bedeutet, sich gut fühlen, genießen, auskosten. Bei der Kuhwohlinitiative geht es um das Wohlgefühl der Kühe. Was dieses Kuhwohl mit Heumilch zu tun hat? Viel!

Wenn es uns richtig gut geht, sprechen wir von „wohl“ fühlen. Und auch Tiere möchten sich wohlfühlen. Deshalb hat die Arge Heumilch vor zwei Jahren die Kuhwohl-Initiative gestartet. Sechs Prinzipien und Maßnahmen sorgen dafür, dass es den Tieren besser geht als in der konventionellen Massentierhaltung.

Mmmmh, das schmeckt! Artgemäße Fütterung

Wusstet ihr, dass Kühe bis zu acht Kilometer weit riechen können? Kein Wunder, dass sie für die schmackhaftesten Kräuter und Gräser auf der Alm weite Strecken zurücklegen. Im Winter gibt es Heu und sonst nichts, außer etwas mineralstoffreichen Getreideschrot. Und der muss aus Europa stammen und kontrolliert gentechnikfrei sein. Tabu sind vergorene Futtermittel (Silage usw.).

Woerle Kuhwohl
Woerle Kuhwohl

Mehr Freiheit! Auslauf für Heumilchkühe

Heute Weide, morgen Alm: Viel frische Luft und Sonne sind sehr wichtig für die Gesundheit von Kühen. Daher halten wir unsere Heumilchkühe im Laufstall, wo sie nicht dauerhaft angehängt sind, oder ermöglichen ihnen mindestens 120 Tage Auslauf übers Jahr.

Frisches und klares Wasser fürs Wohlbefinden

Wusstet ihr, dass Kühe bis zu 120 Liter Wasser pro Tag brauchen, damit sie sich wohlfühlen? Kein Wunder, denn das ständige Wiederkäuen ist anstrengend. Wasser muss daher immer gut erreichbar sein und in ausreichendem Maß verfügbar sein.

Woerle Kuhwohl
Woerle Kuhwohl

Auf Du und Du mit der Kuh! Persönliche Betreuung

Der Heumilchbauer kennt alle seine Kühe beim Namen und weiß ihre Vorlieben. Das ist möglich, weil er durchschnittlich nur etwa 25 Kühe hat. Morgens, wenn er zum Melken kommt, begrüßt er sie. Er richtet ihnen einen gemütlichen Liegeplatz ein, denn wusstet ihr, dass Kühe ca. 12 bis 14 Stunden am Tag ruhen? Bestimmt träumen sie von frischen Gräsern und erfrischenden Bächen. 😉

Vorsorge ist gut, Kontrolle ist besser: Tiergesundheit

Die Gesundheit unserer Heumilchkühe liegt uns sehr am Herzen. Deshalb sind alle Heumilchbauern Mitglied beim Tiergesundheitsdienst – ein Verein zur Sicherung und Verbesserung der gesundheitlichen, hygienischen und damit auch wirtschaftlichen Bedingungen bei der Nutztierhaltung. Regelmäßig kommt der Tierarzt vorbei und prüft, ob es den Kühen gutgeht.

Woerle Kuhwohl

Mehr dazu unter heumilch.com

Heublütenfreie Zeiten –
So überwintern die Wildbienen

Wenn es draußen frostig kalt ist und der Schnee fällt, wärmen wir Menschen uns gerne im trauten Heim und genießen die Gemütlichkeit. Die Milchkühe sind in den kalten Monaten gut durch ihr Winterfell geschützt und werden von den Woerle-Bauern liebevoll umsorgt. Der Imker hat die Honigbiene rechtzeitig auf den Winter vorbereitet und sie kuschelt schon lange dicht an dicht zusammen mit ihrem Volk sicher und mollig warm im Stock.  Aber was machen die Wildbienen während der monatelangen Kälte?

Heublütenfreie Zeiten – So überwintern die Wildbienen

Wildbienen und Hummeln – Einzelgänger

„Im Gegensatz zu Honigbienen leben die meisten Wildbienenarten als Einzelgänger und bilden meist keine oder wenn nur einjährige Völker. Die Wildbiene lebt in der Regel ca. 4 – 8 Wochen und erlebt den Winter meist gar nicht.“ erklärt Ökologe Prof. Dr. Stefan Dötterl „Die Weibchen sterben im Sommer, nachdem sie ihre Eier in geeignete, mit ausreichend Nektar und Pollen ausgestattete und anschließend gut verschlossene und geschützte Nistplätze wie beispielsweise in Altholz, selbstgegrabenen Erdgängen oder holen Pflanzenstängel abgelegt haben. Die Brut ist sich während ihrer Entwicklung im Winter selber überlassen und schlüpft erst im Frühjahr als neue Generation Bienen. Es gibt aber auch Wildbienen, wie die Blauschwarze Holzbiene, die gemeinsam als Paar in oberirdischen Hohlräumen überwintern und sich erst im Frühjahr vermehren.“

Hummeln sind große, flauschige Wildbienen, leben aber ähnlich wie Honigbienen in Nestern. Im Frühjahr bilden die Königinnen Nester, aus denen über den Sommer ein Volk mit bis zu 100 Hummeln entsteht. Im Spätherbst stirbt ein Großteil des Volkes. „Bei den Hummeln überwintern nur befruchtete Jungköniginnen, die sich ihr Winterquartier selber aussuchen. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen, schwärmen sie aus und bilden ihr eigenes Volk.“, weiß Insektenkundler Prof. Dr. Johann Neumayer.

Wie die Woerle-Milchbauern den Wildbienen über den Winter helfen

„Wir haben die vergangen Jahre im Rahmen des Woerle-Projektes so viel neues über die Wildbienen dazugelernt. Wir schauen seitdem gerade zum Winter hin noch viel bewusster darauf, dass ausreichend Nistmöglichkeiten für Insekten vorhanden sind“, berichtet eine der teilnehmenden Milchbäuerinnen. „Bei uns bleiben beispielsweise extra die abgeschnittenen, verholzten Stängel der Pflanzen stehen. Und schaut mal wie viele Bienen sich in dem Totholzstamm eingenistet haben – wir sind mit Stolz g’schlampert“, lacht die Bäuerin.

Jeder kann die Wildbienen im Winter unterstützen

Nistplätze sind im Winter ein unerlässlicher Bestandteil des Lebensraumes für die Wildbienen. Fast die Hälfte aller Wildbienen nistet unter der Erde. Sandhaufen und Lehmflächen im Garten sind wertvoller Raum. Morsches Holz, trockene Pflanzenstängel, abgeschnittene Schilfhalme, sogar leere Schneckenhäuser bieten den Bienen geeignete Nistplätze für ihre Nachzucht.

Wer Wildbienen und anderen Insekten über den Winter helfen möchte kann beispielsweise im eigenen Garten:

  • ein größeres Stück unbehandeltes Altholz mit 3 – 9mm großen Bohrlöchern versehen und an einem regen- und windgeschützten Ort platzieren
  • abgestorbene Stängel von Holunder, Rose, Königskerzen, Brombeeren, Himbeeren, etc. über den Winter stehen lassen
  • „wilde Ecken“ im Garten anlegen, wo Altgras wuchern darf
  • Natursteine aufschichten
  • leere Schneckenhäuser liegenlassen

Vielfalt am Betrieb

Woerle-Milchbauern engagieren sich bewusst für mehr Artenvielfalt

Liegengelassene Holzhaufen, alte Obstbäume, Blühstreifen oder selten gemähte Böschungen – rund um den landwirtschaftlichen Betrieb gibt es eine unheimlich große, oft nicht bewusst wahrgenommene und dennoch wertvolle Vielfalt an Leben!

Die Woerle-Milchbauern sind von Haus aus naturverbunden, wirtschaften seit eh und je im Kreislauf mit und für die Natur. Neben den saftigen Wiesen gibt es auf jedem Bauernhof ertragsarme bzw. oft als „schlampert“ angesehene Strukturen, wie vergessene Winkel mit wucherndem Altgras oder vertrockneten Brombeerstauden und Brennnesseln, selten gemähte und scheinbar ungepflegte Böschungen, Raine oder Lesesteinhaufen. Diese häufig zu wenig beachteten Flächen sind Lebensraum, Kinderstube und Rückzugsort für wertvolle Pflanzenarten, Wildbienen, Laufkäfer, Schmetterlinge, Zauneidechsen und Nützlinge aller Arten – also ein Paradies der Vielfalt.

Um die Besonderheiten und Naturschätze rund um den Bauernhof selbst zu entdecken hat das Österreichische Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) das Projekt „Vielfalt auf meinem Betrieb“ ins Leben gerufen. Es geht ums genaue Hinschauen, d’rüber Reden und Wahrnehmen der eigenen Biodiversität. Die Landwirtschaft leistet einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Natur, welcher durch das Projekt wieder mehr ins Bewusstsein der BewirtschafterInnen und der Öffentlichkeit gerückt werden und dadurch den Zusammenhang zwischen Bewirtschaftung und Biodiversität verständlich machen soll.

Speziell geschulte Bäuerinnen und Bauern erstellten bei einer freiwilligen Betriebsbesichtigung gemeinsam mit den Bauern ein individuelles Biodiversitäts-Portfolio von ihren Höfen. Der vorhandene Artenreichtum wird so bewusst gemacht und kann oft mit einfachsten Maßnahmen gefördert werden. So gibt es beispielsweise Laufkäferarten, die Engerlinge und Schnecken fressen. Welcher Bauer möchte nicht gerne mehr solcher Gäste auf seinen Wiesen haben? – Die Woerle-Milchbauern dürfen und sollen stolz sein auf ihre Biodiversität.

Wir bedanken uns bei den landwirtschaftlichen Betrieben

Nur wenige Monate nach dem Start dieser Initiative dürfen wir uns heute bereits bei 20 unserer Milchbauern für ihre Bemühungen um den Artenreichtum bedanken und wollten dies mit einer persönlichen Anerkennung honorieren. Die 20 teilnehmenden Betriebe sind der Ruappenbauer in Straßwalchen, Hagenwaldmühle in Neumarkt, Scheitzenberg in Hallwang, Stummer, Mühlbauer und Lettner-Hingern in Zell am Moos, Tauchnerhof in Mattsee, Auer in Innerschwand am Mondsee, Brenner, Grasmann und Unterkapell in Seekirchen, Riedlbauer, Joglbauer und Stiedlbauer in Henndorf, Tumpingerbauer in Mondsee, Winkler und Mackl in Friedburg, Hauss in Palting, Vorderfreiling in Eugendorf sowie Glückerbauer in Köstendorf. Dabei erhielt jeder teilnehmende Betrieb eine große Alu-Hoftafel, wo die individuellen Maßnahmen anschaulich bebildert dargestellt werden.

Schauts her, so schaut die Vielfalt bei den Woerle-Milchbauern aus:

Braumann-(12)
Seiler-(6)
Huber-(10)
Seiler-(12)