11 Tipps und Tricks, um deine Küche nachhaltiger zu machen

Zero Waste, CO2-Fußabdruck, Green Life – lauter Begriffe, die sich um eines drehen: Nachhaltigkeit. Heute wollen wir uns anschauen, was jeder von uns mit kleinen Schritten in der Küche dazu beitragen kann, dass unsere Welt auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt. Es geht hier nicht um Dinge wie weniger Fleisch essen, Müll trennen, regional und saisonal einkaufen oder Kaffeekapseln verbannen. Diese Themen sind sehr wichtig, aber mittlerweile allen bekannt. Im Nachfolgenden haben wir 11 Denkanstöße gesammelt, die im Kleinen zur Nachhaltigkeit in der Küche beitragen und damit Großes bewirken.

Tipp 1

Alles fängt mit einer guten Planung an. Um keine Lebensmittel wegwerfen zu müssen, kaufe nur, was du wirklich brauchst. Eine wöchentliche Einkaufsliste hilft dabei. Bedenke auch, dass die meisten Produkte noch lange nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum genießbar sind.

Woerle nachhaltige Küche
Woerle nachhaltige Küche

Tipp 2

Verzichte wo immer es geht auf unnötige Verpackungen, etwa auf in Kunststoffschalen verpackte Lebensmittel. Nimm auf alle Fälle eine wiederverwendbare Einkaufstasche mit beim Einkaufen und versuche Portionspackungen zu vermeiden.

Tipp 3

Meide Artikel mit Palmöl und Mikroplastik. Verwende dazu die App: CodeCheck.

Tipp 4

Verzichte auf Strohhalme.

Tipp 5

Statt Frischhaltefolie und Alufolie tuts auch eine Pausenbox. Auch Bienenwachstücher sind eine ideale und hygienische Alternative.

Woerle nachhaltige Küche
Woerle_Ressourcen_Klima

Tipp 6

Räume den Kühlschrank richtig ein und erhöhe die Temperatur auf 7 Grad.

Tipp 7

Sehr viel Energie kannst du beim Kochen sparen: Setze immer den Deckel auf den Topf, um etwas zu erhitzen, wähle die Herdplatte immer so, dass die Pfanne darauf genau Platz hat und keine Wärme am Rand entweicht.

Tipp 8

Nutze den Wasserkocher, wenn du zum Beispiel Pasta kochen willst und gieße das Wasser erst dann in den Topf. Grund: Der Wasserkocher erhitzt das Wasser schneller als die Herdplatte und benötigt daher weniger Energie.

Woerle nachhaltige Küche
Woerle nachhaltige Küche

Tipp 9

Verzichte auf Küchenrollen und Papiertücher. Ein Geschirrtuch tuts auch. Alternativ gibt es Bambustücher.

Tipp 10

Benutze die Spülmaschine, anstatt mit der Hand abzuspülen, das spart Wasser. Allerdings solltest du sie erst einschalten, wenn sie wirklich voll ist.

Tipp 11

Gehe sparsam mit Spülmitteln und Haushaltsreinigern um, stelle sie selber her oder kaufe biologisch abbaubare.

Ei, ei, …ein traumhaft bunter Osterbrunch!

Kaum ist Weihnachten vorbei, steht schon der Osterhase vor der Tür. Mit dem Osterfest endet offiziell die Fastenzeit. Jetzt darf wieder geschlemmt werden! Und was würde sich besser anbieten als ein ausgiebiger Osterbrunch? Hier erfährt ihr, welche Käsegerichte passen, welche Deko ihr braucht und wie ihr alles am besten plant. Los geht’s!

Was gibt es Schöneres, als am Ostersonntag stundenlang mit Familie und Freunden zusammenzusitzen und es sich bei einem Osterbrunch so richtig gut gehen zu lassen? Ein Brunch bietet grundsätzlich viele Vorteile. Ihr könnt ihn in Ruhe vorbereiten und habt dann mehr Zeit für eure Gäste. Jeder Gast wird glücklich, da für jeden Geschmack etwas dabei ist: ob herzhaft oder süß, ob kalt oder warm, ob traditionell oder originell. Jeder nimmt sich, was ihm schmeckt und bedient sich selbst, so könnt auch ihr als Gastgeber die Zeit genießen.

Woerle Käse Osterbrunch
Woerle Käse Osterbrunch

Für jeden Geschmack etwas dabei

Was darf nun auf keinen Fall beim Osterbrunch fehlen? Neben den Klassikern Brot, Butter, Marmeladen und Honig können Wurst und verschiedene Käsesorten wie etwa unser WOERLE Mondseer aus Heumilch oder unser würziger WOERLE Bergkäse aus Heumilch aufgetischt werden. Am besten bietet die Käseauswahl von mild bis würzig für jeden Geschmack etwas. Damit auch das Auge mit isst, sorgen Trauben, Nüsse, Feigen oder Birnen für bunte Highlights. Was auf keinen Fall beim Osterbrunch fehlen darf, ist ein selbst gebackener Hefezopf oder kleine Hefekränze sowie der Star schlechthin: das Ei. Entweder als Rührei mit Schinken und Käse, als Käseomelett mit unserem WOERLE Emmentaler aus Heumilch oder als pochiertes Ei im Glas serviert – Hauptsache es stammt von freilaufenden Hühnern. Auch andere Speisen bieten sich für den Brunch an wie Käsemuffins oder Bagels mit Käse oder ein feiner Toast mit knusprigem Käse überbacken. Auch herzhafte Windbeutel oder Käsewaffeln könnt ihr servieren. Abgerundet wird der Brunch durch frisches Obst und Gemüse. Jetzt haben Radieschen und Spargeln Saison – kombiniert mit dem ersten Salat ein Hochgenuss.

Osterdeko für den Brunch

Damit das Auge mitisst, solltet ihr den Tisch oder das Büffet schön dekorieren. Passend zur Jahreszeit bietet sich ein Frühlings-Look an. Wie wäre es mit Tulpen und Narzissen oder blühenden Zweigen wie etwa Forsythien, vielleicht sogar aus eurem eigenen Garten? Ausgepustete Wachteleier geben eurem Tisch einen natürlich-schönen Look. Farblich bietet sich bei der Osterdeko die Frühlingsfarbe Grün an, kombiniert mit gelben und violetten Farbtupfern.

Woerle Käse Osterbrunch

Passende Rezepte aus unserer Kochecke:

Käseprodukte in der Fastenzeit: Was darf auf den Tisch?

Mit dem Aschermittwoch fängt die Fastenzeit an, die bis Ostern dauert. Viele Menschen nutzen die Gelegenheit, um wenigstens für ein paar Wochen ein gesünderes Leben zu führen. Die Klassiker unter den Nahrungsmitteln, auf die verzichtet wird, sind Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch. Käse hingegen darf gerne aufgetischt werden.

Ursprünglich fasteten die Menschen aus religiösen Zwecken. Alle Religionsgründer, sei es Christus, Buddha oder Mohammed, fasteten, bevor sie wichtige Entscheidungen trafen. Fasten diente zur Buße und zur Abwehr des Bösen. Anfangs fasteten die Christen an zwei Tagen: mittwochs und freitags. Im Laufe der Zeit kamen sie von diesem Brauch immer mehr ab, obwohl auch heute einige Menschen am Freitag nach wie vor kein Fleisch essen.

Später entdeckte man die gesundheitlichen Vorteile des Heilfastens. Heilfasten bedeutet der vollkommene Verzicht auf feste Nahrung über einen gewissen Zeitraum. Eine der bekanntesten Vorreiterinnen auf diesem Gebiet war Hildegard von Bingen, die im 11. Jahrhundert lebte. Heutzutage verzichten wir in der Fastenzeit eher auf Alkohol, Schokolade oder die Handynutzung als auf generelles Essen. Auch die Beweggründe zum Fasten haben sich in der Zwischenzeit verändert. So wird heute aus Gesundheitsgründen, zur Steigerung des Wohlgefühls oder aus Dankbarkeit gefastet.

Woerle Käseprodukte in der Fastenzeit

Kurioser Fakt am Rande:

Im Mittelalter und bis weit ins 18. Jahrhundert hinein verzichtete man in der Fastenzeit auf Essen und trank dafür umso mehr Alkohol. Damals trank man nämlich generell Dünnbier, weil Wasser aufgrund der Keime gesundheitsgefährdend war. In der Fastenzeit griff man auch gerne zu Starkbier, um die körperliche Arbeit dennoch zu schaffen.

Und wer erfreut sich heutzutage nicht an einem vollmundigen Fastenbier, ganz nach dem Motto „Flüssiges bricht das Fasten nicht“. 

Woerle Käseprodukte in der Fastenzeit

Fasteneffekt, ohne zu hungern?

Habt ihr schon einmal von Spermidinen gehört? Vereinfacht gesagt ist Spermidin ein Wirkstoff, der in allen Körperzellen vorhanden ist. Er kann die Zellerneuerung, die so genannte Autophagie, aktivieren. Altes Zellmaterial wird abgebaut, neues gesundes aufgebaut. Eine Zellverjüngung funktioniert am besten durch Fasten. Oder indem wir die Spermidin-Konzentration im Körper erhöhen. Es gibt drei wichtige Spermidinquellen, eine davon ist die Ernährung. Auch wenn es noch keine wissenschaftlich belegten Studien dazu gibt, gehen Forscher davon aus, dass Hülsenfrüchte, Pilze, einige Obstsorten und reifer Käse besonders viele Spermidine enthalten. Das heißt, durch den Genuss von gereiftem Käse könnte man theoretisch den ähnlichen Effekt erzielen wie beim Intervallfasten und so die Zellerneuerung anregen.

Fruchtige Partner: Food Pairing mit alkoholfreien Getränken

Die meisten Menschen verzichten in der Fastenzeit auf Süßes oder Alkohol. Falls auch ihr zu diesen gehört, könntet ihr diese Zeit nutzen, um offen für neue Geschmackserlebnisse in Bezug auf Käse zu sein. Käse ist nicht nur kombinierbar mit Wein oder Bier, sondern passt auch gut zu bestimmten alkoholfreien Getränken. Dass die Kombination von Käse und Saft nur im ersten Moment seltsam ist, zeigt sich beim Blick auf eine typische Käseplatte. Dort liegen meist Trauben, Birnen, Feigen. Warum nicht auch in flüssiger Form als Trauben- oder Birnensaft zu Käse servieren? Ein vollmundiger reiner Apfelsaft harmoniert ebenfalls gut mit dem würzigen WOERLE Heumilch Mondseer oder dem fein-pikanten WOERLE Tilsiter. Ein kleiner Tipp am Rande: Fruchtsäfte, aus derselben Region wie der Käse, lösen am Gaumen wahre Geschmacksexplosionen aus. Auch Tee wird immer beliebter, beispielsweise Grüner Tee oder Schwarztee. Die Tannine, also die Stoffe, die dem Tee seine angenehm bittere Note verleihen, verbinden sich mit dem Fett und den Eiweißen im Käse. Auf diese Weise verdaut ihr den Käse besser. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass durch den Tee die Geschmacksknospen eurer Zunge wieder neutralisiert werden. Dadurch schmeckt ihr bei jedem neuen Stück Käse erneut sein volles Aroma.

Woerle Käseprodukte in der Fastenzeit

Merry Cheese-mas!

Weihnachten ist das Fest der Freude. Jeder versucht, seinen Mitmenschen etwas zu schenken, das Freude macht. Deshalb fragen wir uns heute: Was macht einem Käsefan Freude? Natürlich: Genuss schenken macht immer Freude. Aber was lässt das Herz eines Käseliebhabers sonst noch höherschlagen? Hier haben wir ein paar Geschenksideen gesammelt.

Wie wäre es mit einem praktischen Käsemesserset?

Für einen Käseliebhaber muss alles perfekt sein. So auch die Anrichtung des Käses. Ein Käsemesserset ist daher ein tolles Geschenk. Es beinhaltet normalerweise ein Käsemesser mit Lochstruktur für Gouda und Co, ein glattes für Weichkäse und einen Käsebeil für Hartkäse. Oft ist auch noch eine Serviergabel dabei. Ein solches Set ist ein wirklich unverzichtbares Accessoire für den Käsefan.

Oder einer Käseplatte?

Wenn wir schon beim richtigen Equipment sind, darf natürlich eine schöne Käseplatte nicht fehlen. Ob aus Holz oder Glas, auf jeden Fall sollte sie ein Hingucker sein und die köstlichen Käsestücke gut in Szene setzen. Wer will, kann die Platte sogar personalisieren lassen, mit einem schönen Spruch oder dem Namen des Beschenkten.

Ein Käse-Fondue für gesellige Runden in der kalten Jahreszeit?

Ein Geschenk, das in jeden Haushalt eines Käseliebhabers gehört, ist das Käse-Fondue. Das Original besteht aus einer Gusseisenpfanne. Dazu ein paar ausgewählte Käsesorten und fertig ist das perfekte Weihnachtsgeschenk. Und seien wir uns ehrlich: Es gibt wahrlich nicht viel Entspannenderes als mit guten Freunden zusammenzusitzen, während man dem Schmelzen des Käses zusieht.

Oder ein Käsekochbuch mit köstlichen Rezepten?

Aus Käse kann man unendlich viele Gerichte und Snacks zaubern. Wie wäre es mit einem Käsekochbuch für den wahren Käsefan? Darin sind viele leckere Rezepte gesammelt. Oder ihr druckt euch die Woerle Rezepte auf unserem Blog aus und lässt dazu ein Kochbuch binden?

Wusstet ihr, dass es eine Version des Schweizer Messers inklusive Käseklinge und Fonduegabel gibt? Das perfekte Geschenk für den Käseliebhaber.

Und zum Schluss verraten wir euch noch zwei verrückte Ideen: Wie wäre es mit einer Handyhülle in Käseoptik, etwa mit Emmentaler-Käse-Löchern? Oder mit einer gelben Yogamatte in Käseoptik?

Was auch immer ihr schenkt: Eine schöne Käseauswahl von WOERLE darf dazu nicht fehlen. 

In diesem Sinne wünschen wir euch eine genussvolle Adventszeit!

Käse-Deutsch für Anfänger

Du redest echt Käse! Hat das schon mal jemand zu euch gesagt? Wenn ja: gratuliere! Denn dann kennt ihr euch im Fachjargon rund um Käse bereits aus. Für alle anderen haben wir in diesem Blogbeitrag einige wichtige Begriffe rund um den Käse und dessen Herstellung kurz erklärt. Viel Spaß beim „Käse reden“!

Was unterscheidet Milch von Heumilch?

Heumilch ist jene Art von Milcherzeugung, wie sie vor Hunderten Jahren schon üblich war: Im Sommer bekommen die Kühe frisches Gras und würzige Kräuter, im Winter Heu. Auf vergorene Futtermittel wird verzichtet.

Was ist ein Affineur?

Ein Affineur ist ein Käseveredler, der mit viel Fingerspitzengefühl und speziellem Wissen einen Käse zum Hochgenuss verhilft. Mit Salzlaken, verschiedenen Kräutern und anderem verhilft der Affineur dem Käse, sich optimal zu entwickeln.

Was heißt Fettgehalt in der Trockenmasse?

Käse besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Damit man gleiche Nährwerte erhält, bezieht sich der Fettgehalt beim Käse auf den getrockneten Zustand des Käses.

Gibt es laktosefreien Käse?

Mit Laktose ist der Milchzucker gemeint, also die Kohlenhydrate der Milch. Damit der Körper Laktose aufnehmen kann, spaltet er sie mithilfe des Enzyms Laktase auf. Fehlt dieses Enzym, kann die Laktose nicht abgebaut werden und der Mensch reagiert mit Durchfall oder Bauchschmerzen. Bei der Reifung des Käses wird Laktose abgebaut. Beim Hartkäse ist fast keine Laktose mehr nachweisbar.

Was ist Lab?

Lab gibt es in verschiedenen Varianten: Lab tierischen Ursprungs und mikrobielles Lab. Es sorgt dafür, dass die flüssige Milch gerinnt, also dick wird.

Was bedeutet Käsebruch?

Durch das Schneiden der dick gelegten Milch entsteht die so genannte Gallerte, eine puddingartige Masse. Der nächste Schritt ist der Käsebruch. Je stärker der Käse geteilt wird, umso härter wird der Käse. Geschnitten wird mit der so genannten Käseharfe, einem Metallrahmen mit parallel gespannten Drähten.

Was sind Käsekulturen?

Käsekulturen werden unterteilt in Säuerungskulturen, die für die Käseherstellung benötigt werden, und in weiterer Folge gibt es die Kategorie der Reifekulturen. Diese Kulturen können grundsätzlich in Schimmelpilze und Bakterien unterteilt werden. Ein Camembert oder ein Gorgonzola werden beispielsweise mit Hilfe eines Schimmelpilzes hergestellt, ein Rotkulturkäse mit Hilfe von Bakterien.

Was ist Molke?

Die Molke ist ein Nebenprodukt bei der Käseherstellung. Sie ist die Flüssigkeit, die nach dem Entnehmen des Käsebruches zurückbleibt.

Was ist eine Käsepresse?

Eine Käsepresse gibt dem Käse seine Form und presst die letzte Restmolke aus ihm.

Warum geht Käse gerne baden?

Das Salzbad, in das alle Käsesorten außer Frischkäse kommen, dient dazu, dass sich der Geschmack verbessert, sich eine Rinde bildet und der Käse länger haltbar wird.

Was ist Rohmilchkäse?

Rohmilchkäse besteht aus Rohmilch, also nicht pasteurisierter Milch. 
Bekannte Rohmilchkäse sind zum Beispiel Emmentaler, Bergkäse oder Parmesan. Im Gegensatz zu Rohmilchkäse sind die meisten Käsesorten aus pasteurisierter, also erhitzer Milch.

Was ist Schmelzkäse?

Schmelzkäse wird aus bereits fertig gereiftem Käse hergestellt. Dabei wird der Käse geschmolzen und bei hoher Temperatur zehn Minuten lang gerührt, wodurch der Käse lange haltbar wird.

Wie kommen die Löcher in den Käse?

Die großen runden Löcher wie etwa beim Emmentaler (Rundlochung in Walnussgröße) entstehen durch Gärgase von Bakterien. Mit Erbsenlochung sind kleine Löcher wie beim Bergkäse gemeint. Bruchlochung ist unregelmäßiger und entsteht, wenn Bruch ohne Molke abgefüllt wird. Dabei wird Luft eingeschlossen. Wenn der Käse gepresst wird, werden die Bruchlöcher flacher und es entsteht die Schlitzlochung oder ein geschlossener Teig, das heißt ein Teig ohne Lochung.

Käsebrot statt Proteinshake: Die richtige Ernährung beim Sport

Beim Sport verlieren wir viel Wasser, Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe und Proteine. Die Ernährung von Sportlern sollte daher besonders ausgewogen sein. Wie viel Eiweiß der menschliche Körper grundsätzlich benötigt, wie ihr nach dem Sport eure Reserven wieder bestmöglich auffüllt und welche Rolle Käse dabei spielt, verraten wir euch hier.

Proteine sind die Baustoffe unseres Körpers. Jede unserer Zellen besteht aus Proteinen. Sie sorgen für Muskelaufbau und Regeneration, Verdauung, Stoffwechsel und die Produktion von Antikörpern in unserem Immunsystem. Wenn wir Sport betreiben, werden viele dieser Proteine aus dem Körper „rausgeschwitzt“ und „verbrannt“. Daher solltet ihr auf eine ausgewogene Ernährung vor und nach dem Training achten.

Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß

Dabei geht es nicht nur um die richtige Menge an Eiweißen, die je nach Intensität und Art der  Sportart und Körpergewicht des Sportlers unterschiedlich ist. Die Qualität der Proteine ist genauso entscheidend. Woran erkennt ihr gute Proteinquellen? Dafür müsst ihr wissen, dass unser Körper über 20 Aminosäuren zum Aufbau von Eiweiß benötigt. Die meisten davon, die nicht-essenziellen, kann er selbst herstellen. 8 sind allerdings so genannte essenzielle Aminosäuren. Diese müssen wir über unsere Nahrung zuführen. Je nachdem, ob alle 8 essenziellen Aminosäuren in einem Lebensmittel enthalten sind, sprechen wir von vollständigen oder unvollständigen Proteinquellen. Vollständige Proteine enthalten alle  essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge. Die meisten vollständigen Proteine finden wir in tierischen Lebensmitteln wie etwa Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern. Je hochwertiger also die Eiweißqualität eines Lebensmittels, desto weniger Eiweiß benötigt der Körper insgesamt. 

Die richtige Menge an Eiweiß

Studien empfehlen, dass ein Erwachsener pro Tag mindestens 0,8 g Protein pro Kilo Körpergewicht zu sich nimmt. Ein 80-Kilo schwerer Mann sollte demnach 64 g Eiweiß pro Tag essen. Betreibt ihr regelmäßig Ausdauersport oder Muskelaufbau, erhöht sich die Richtmenge auf 1,8-2,2 g Protein pro Kilo Körpergewicht, also 144-176 g Eiweiß bei einer Person mit 80 Kilo. Da Schnitt- und Hartkäse einen hohen Eiweißgehalt haben, sind sie ein sehr geeignetes Lebensmittel für Sportler. Unser Emmentaler enthält zum Beispiel 29 g Eiweiß auf 100 g.

Käse statt Muskelkater

Die erhöhte Eiweißzufuhr ist aber auch nach dem Sport wichtig. Wusstet ihr, dass Eiweiß in Kombination mit Kohlenhydraten die Muskeln schneller regenerieren lässt und somit Muskelkater vorbeugt? Ein mit Käse belegtes Vollkornbrot ist also der ideale Snack nach dem Sport.

Käseguide für Genießer

Käseguide für Genießer

Käseliebhaber schweben im Genusshimmel, wenn es als Hauptgericht eine Käseplatte gibt oder eine kleine Käseauswahl als Dessert. Damit ihr bei eurer nächsten Einladung als Gourmetexperten punktet, haben wir hier ein paar Tipps für das Anrichten gesammelt.

1. Die Temperatur

Bevor ihr den Käse anrichtet, solltet ihr ihn temperieren. Wie ein guter Rotwein, entfaltet er sein volles Aroma erst bei 16 bis 18 Grad. Dafür müsst ihr ihn etwa 30 Minuten vor dem Anrichten aus dem Kühlfach geben.

2. Die Wahl des Messers

Warum muss es ein spezielles Messer für jede Käsesorte sein? Überlegt: Benutzt ihr denn das gleiche Messer fürs Brotschneiden und um einen Apfel zu vierteln? Eben nicht, und genauso ist es mit dem Käse. Ein Weichkäse hat eine andere Konsistenz als ein Hartkäse. Diese Konsistenz ist der Grund, warum auf einer Käseplatte mehrere verschiedene Messer liegen sollten. Weichkäse wie etwa einen Brie schneidet ihr idealerweise mit einem Messer mit einer sehr dünnen, geraden Klinge oder einem Messer mit Löchern. Dadurch wird die Textur nicht gequetscht. Auch eine Käseharfe durchschneidet einen Weichkäse mit ihren feinen Drähten schön gleichmäßig. Solltet ihr kein Käsemesser zur Hand haben, taucht ein scharfes Kochmesser in heißes Wasser, bevor ihr den Käse schneidet. Für Parmesan hingegen braucht ihr ein stabiles Messer mit einer breiten Klinge. Typische WOERLE-Käsesorten wie Emmentaler oder Mondseer könnt ihr auch gut mit einem Käsebeil schneiden.

Woerle Käseguide für Käsegenießer

3. Die Form der Käsestücke

So, jetzt wissen wir, mit welchem Werkzeug wir den Käse schneiden, aber noch nicht, welche Form er haben sollte. Besonders „in“ und sinnvoll ist ein Käsedreieck. Warum? Zum einen sieht es ästhetisch aus. Zum anderen ist damit gewährleistet, dass der Geschmack der aromatischen Käserinde gleichmäßig auf alle Stücke aufgeteilt ist. Die Spitzen der Käseecken zeigen dabei immer nach außen auf der Platte. Käsewürfel und Scheiben bringen Abwechslung auf die Käseplatte.

Woerle Käseguide für Käsegenießer

4. Das Arrangieren der Käsesorten

Eine Käseplatte sollte ein Fest für die Augen sein. Doch heute wollen wir nicht über die geschmackvolle Gestaltung reden, sondern darüber, nach welcher Logik die Käsesorten auf der Platte angerichtet werden sollten. Diese Reihenfolge wird auch Käseuhr genannt. Wie auf einer Uhr wird dabei der Käse im Kreis herum angeordnet, von mild bis kräftig. Beginnt bei 6 Uhr, also da, wo der Käse eurem Gast am nächsten ist. Startet mit den milden Sorten wie Frischkäse, einem leichten Weichkäse oder dem WOERLE Heumond Kas. Auf 9 Uhr kommen kräftigere Weichkäse wie ein würziger Camembert sowie junge und mittelalte Gouda, Edamer oder ein milder Emmentaler. Auf 12 Uhr kommen die kräftigeren Käsesorten mit einer nussigen Note wie etwa der WOERLE Großglockner oder auch unser Mondseer. Auch ein Parmesankäse oder mildere Bergkäsesorten finden hier Platz. Auf 3 Uhr kommen lang gereifte Hartkäse mit würzigem Geschmack und Blauschimmelkäse. Du siehst: Die Aromen steigern sich von „Stunde zu Stunde“.

5. Das passende Getränk

Ein milder und cremiger Käse verträgt sich gut mit einem leichten Bier (siehe Blogbeitrag Bier und Käse) oder Weißwein. Auch passend wäre ein Gin Tonic. Feste Käsesorten harmonieren gut mit Weinen mit niedrigem Säuregehalt, wie etwa einem Sauvignon Blanc. Oder darf‘s ein Cocktail sein? Etwas süß-bitteres wie ein Manhattan würde gut passen. Ein Blauschimmelkäse hingegen braucht ein starkes und süßes Getränk als Begleiter, etwa einen Dessertwein, einen Portwein oder ein starkes Bier. Als nicht alkoholische Variante bietet sich zu Käse ein Birnensaft, Apfelsaft, Molke oder Kaffee an.

Woerle Käseguide für Käsegenießer

Brot und Käse – ein absolutes Dreamteam

Brot und Käse – ein absolutes Dreamteam

Frisch, mild, würzig: Jeder von uns hat seine eigenen Käsevorlieben. Und wenn’s ums Brot geht? Das spielt meist nur die Rolle des „Begleiters“. Dabei sind gerade bei diesen beiden Lebensmitteln wunderbare Kombinationen möglich. Wir verraten euch die besten.

Woerle Heumilchgeschichten Brot und Kaese

Aroma-Forschung, Food Pairing, Harmonie versus Kontrast – was wissenschaftlich klingt, beantwortet im Grunde nur folgende Frage: Welche Genuss-Kombinationen passen zusammen? Schauen wir uns also an, welcher Käse zu welchem Brot passt. Doch vorher ein paar Fakten zum Brot-Konsum von Herrn und Frau Österreicher:

  • Sieben von zehn Österreichern essen mindestens einmal täglich Brot oder Gebäck. 
  • Der durchschnittliche Pro-Kopf-Jahresverbrauch lag 2020 bei rund 48 kg Brot. Das sind monatlich ca. 4 kg.
  • In Österreich kann man aus rund 150 verschiedenen Brotsorten auswählen.

Schauen wir uns nun die Gemeinsamkeiten von Brot und Käse an. Beides sind Jahrtausende alte Lebensmittel. Beides sind heiß geliebte Grundnahrungsmittel. Und beides sind ideale Nährstoff-Lieferanten: Während Käse uns vor allem mit Eiweiß und Kalzium versorgt, stecken in Brot vor allem Kohlenhydrate.

Gleich und gleich … oder doch nicht?

Nun aber zu den passenden Paaren. Diese zeichnen sich entweder durch perfekte Harmonien oder durch spannende Kontraste aus.

  • Würziger Käse + Brot mit dezentem Geschmack: Ein Woerle Bergkäse oder der Großglockner Premium passt gut zu einem Baguette und zu Weizen- oder Weizenmischbroten.
  • Schnittkäse + kerniges Brot: Unser Tilsiter passt zum Beispiel zu Mehrkornbrötchen, Roggen-, Sonnenblumen- oder Kümmelbrot oder kräftigem Landbrot. Kernige Nussbrote unterstreichen das feinwürzige Aroma von Bergkäse-Arten wie dem Großglockner Bergkäse.
  • Milder Weichkäse + helles Brot: Zu einem milden Camembert und Brie passt bestens ein knuspriges, ofenwarmes Baguette oder frisches Laugengebäck. 

Rezepte mit Käse und Brot

  • Käse-Zupfbrot: Habt ihr schon einmal ein Käse-Zupfbrot probiert? Dazu braucht ihr nur wenige Zutaten: einen großen frischen Brotlaib, würfelig geschnittenen gelben und grünen Paprika, in Scheiben geschnittene Frühlingszwiebeln, etwas Butter, 250 g Gouda und 250 g Emmentaler, beides in Streifen geschnitten. Nun schneidet ihr das Brot gitterförmig ein und steckt den Käse in die Zwischenräume. Bevor ihr es in den Ofen schiebt, bestreicht ihr es mit warmer Butter und verteilt die Frühlingszwiebeln und den Paprika darauf. Nun müsst ihr nur noch das Brot in Alufolie wickeln und bei 180 Grad etwa 20 Minuten lang backen. Danach entfernt ihr die Alufolie und schiebt das Brot weitere 20 Minuten in den Ofen. Mit frischem Petersiliengrün garnieren. Ihr werdet sehen: ein perfekter Partysnack!
Woerle Heumilchgeschichten Brot und Kaese

Wie ihr den Kühlschrank
richtig einräumt

Wie ihr den Kühlschrank richtig einräumt und dadurch die Umwelt schont

Jeder spricht von der Klimakrise und spätestens seit Greta Thunberg hat auch bei so manchem Jugendlichen ein Umdenken eingesetzt. Oft reichen schon kleine Schritte, um eine große Wirkung zu erzielen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass ihr viel Strom sparen könnt, wenn ihr euren Kühlschrank richtig einräumt – und dass die Lebensmittel dann auch länger frisch bleiben?

Woerle Kühlschrank richtig einräumen

Ein Kühlschrank hat mehrere Temperaturzonen. Im oberen Bereich ist es wärmer, im unteren kühler. Und im Frischefach für Obst und Gemüse, welches meistens im untersten Bereich des Kühlschranks ist, ist die Temperatur wieder höher. Daher ist es sinnvoll, Lebensmittel je nach Kühlbedarf in das richtige Kühlschrankfach zu räumen. Ins oberste Fach (7-10 Grad) gehören Marmeladen, Eingelegtes, Soßen und nicht ganz so leicht verderbliche Lebensmittel. Im mittleren Fach bewahrst du Milchprodukte wie Topfen, Joghurt, Sahne, Milch sowie Eier oder Dressings auf. Ins untere Fach (4-5 Grad) gehören die leicht verderblichen Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Wurst. Ins Gemüsefach gehören Salat, Obst und Gemüse. In den Türfächern ist Platz für Senf, Ketchup, angebrochene Glaskonserven, Butter und Margarine. Was viele nicht wissen: Milch sollte hier nicht aufbewahrt werden, da die Temperatur zu hoch ist.

Was kommt nicht in den Kühlschrank?

Einige Obst- und Gemüsesorten sind kälteempfindlich und sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dazu gehören die Obstsorten Ananas, Avocado, Bananen (werden braun), Granatapfel, Mango, Zitrusfrüchte sowie folgende Gemüsesorten: Gurken, Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebel, Auberginen, Tomaten, Zucchini. Damit keine Lebensmittel verderben, solltet ihr auf Übersichtlichkeit im Kühlschrank achten. Nur so könnt ihr das Mindesthaltbarkeitsdatum gut im Auge behaltet. Generell sollte der Kühlschrank nicht zu voll eingeräumt sein, sonst kann keine Luft zirkulieren und die Lebensmittel werden nicht optimal gekühlt.

Käse richtig aufbewahren

Wie sieht es nun mit dem Käse aus? Er sollte im obersten Fach gelagert werden, weil dort die Aromastoffe am besten erhalten bleiben. Käse mag keine Extreme, er sollte also weder zu kalt noch zu warm gelagert werden. Bedenkt immer, dass Käse nachreift, außer er wird zu kalt gelagert (unter 4 Grad Celsius), denn dann verliert er an Aroma.

Wichtig ist, dass der Käse atmen kann, sonst trocknet er aus. Deshalb ist eine luftdurchlässige Verpackung, wie es beim Käsepapier der Fall ist, ideal. Wenn es unbedingt Frischhaltefolie sein muss, deckt damit nur die Schnittfläche ab, damit der Käse über die Rinde atmen kann. Ideal ist eine Käseglocke, die luftdurchlässig ist. Auf diese Weise wird auch verhindert, dass der Käse den Geruch von anderen stark riechenden Lebensmitteln aufnimmt. Käse sollte übrigens nur im Notfall eingefroren werden, da er dadurch seinen Geschmack verliert.

 

Woerle Kühlschrank richtig einräumen

Käse nachhaltig lagern, Stichwort #ZeroWaste: Bienenwachstücher

Eine tolle Alternative zu Frischhaltefolie, Alufolie und Co. sind Bienenwachstücher. Ihr könnt sie aus geschmolzenem Wachs, Baumwoll- oder Leinentüchern und etwas Pflanzen- oder Kokosöl leicht selber machen. Sie sind ganz einfach abwaschbar und wieder verwendbar! Sie sind atmungsaktiv und haben sogar eine antiseptische Wirkung. Sie schützen euren Käse wie eine natürliche Schutzhülle und halten ihn lange frisch. Ein Tipp: Verwendet für Käse immer dasselbe Tuch, da es das Aroma aufnimmt.

Käse richtig genießen

Zu guter Letzt noch ein Tipp zum genussvollen Käse-Verzehr: Nehmt den Käse ca. 30 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank (dies gilt allerdings nicht für Frischkäse). Das Aroma entfaltet sich ab einer Temperatur von ca. 16 Grad Celsius. Wenn Käse zu kalt serviert wird, kann er sein volles Käsearoma nicht entfalten. Wir wünschen guten Appetit und lasst euch den Käse gut schmecken!

Käse Erzeugung einst und jetzt

Käse gehört zu unserem Alltag wie kaum ein anderes Lebensmittel. Doch war das immer schon so? Seit wann gibt es Käse? Und wer hat ihn erfunden?

Käse Erzeugung einst und heute

Käse gab es bereits in der frühen Steinzeit. Als die Menschen sesshaft wurden, hielten sie Rinder, Ziegen und Schafe und begannen sie zu melken. Verschiedene Legenden, die alle den Zufall als Ausgangspunkt haben, beschreiben, wie die Milch durch Sonneneinwirkung oder durch Kontakt mit dem offenen Feuer sauer und somit zu Käse wurde. Eine These geht davon aus, dass Jäger im Magen eines getöteten Kalbes eine weiße Masse entdeckten. Als sie davon probierten, schmeckte sie ihnen gut. Höchstwahrscheinlich hatte das Kalb kurz vor seinem Tod Muttermilch getrunken, die anschließend durch das Lab im Magen des Kalbes fermentierte. Der erste archäologische Nachweis der Käseherstellung stammt aus der Jungsteinzeit um 5.500 v. Chr. Ausgerechnet in Polen, einem Land, das man nicht sofort mit Käse in Verbindung bringt, fand man Reste von Seihern aus Ton. Als man sie untersuchte, zeigten sich Spuren von Milchfettsäuren an den Löchern. Es musste sich um Käseseiher handeln, welche die Molke von der Milch trennten.

Sauermilchkäse als Geschenk

Eine andere These entführt uns nach Mesopotamien, in die Gegend des heutigen Irak. Bei Opferzeremonien ca. 3.000 Jahre vor Christi Geburt versuchten Priester die Götter mit frischer Milch zu besänftigen. Wegen der Milchsäurebakterien entwickelte sie sich nach einigen Tagen zu Sauermilchkäse. Wieder eine andere Legende erzählt von Hirten, die ihre Milch in getrockneten Schafsmägen aufbewahrten. Das noch im Magen vorhandene Lab verwandelte die Milch in Käse.

Käse Erzeugung einst und heute
Käse Erzeugung einst und heute
Bild oben: ein Käsesieb aus der Bronzezeit (Foto: Wolfgang Sauber, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Käse für die Griechen und Römer

Welche Theorie am Ende „fabelhaft“ ist und welche stimmt, ist nicht geklärt. Sicher ist, dass bereits im antiken Griechenland und im Römischen Reich verschiedene Milchprodukte bekannt waren. Der antike Dichter Homer spricht in seiner „Odyssee“ von Käse und schreibt ihm magische Kräfte zu. Für die Griechen war er eine Delikatesse und heiß begehrte Handelsware. Der berühmte Arzt Hippokrates verschrieb Käse als Heilmittel. Aristoteles schrieb die erste fachliche Abhandlung über Milchverarbeitung. Die Römer nahmen lange haltbaren Hartkäse auf ihren europaweiten Feldzügen als Proviant mit. Den ältesten Käse der Welt fand man übrigens 2018 bei Ausgrabungen in einem 3.200 Jahre alten Grab in Ägypten. Die weißliche verhärtete Masse stellte sich als Hartkäse heraus.

Käseherstellung im Mittelalter

Später im Mittelalter übernahmen hauptsächlich die Klöster die Herstellung von Käse. Seit dieser Zeit wissen wir Näheres über die historische Käseherstellung. Durch die Niederschriften der Mönche können wir zurückverfolgen, wie lange es Gouda und Edamer und Emmentaler schon gibt. Auch die Sortenauswahl war schon damals beeindruckend. Im späten Mittelalter entstanden immer mehr Städte und damit wuchs der Käsehandel. Im 19. Jahrhundert verbesserten wissenschaftliche und technische Entdeckungen die Käseherstellung. So erforschte beispielsweise Louis Pasteur die Rolle von Mikroorganismen bei der Käsereifung.

Käse Erzeugung einst und heute

Käseherstellung in der heutigen Zeit

Damals wie heute ist Käse ein natürliches Produkt. Heutzutage erfolgt die Käseherstellung in mehreren Schritten. Zunächst wird die Milch erhitzt. Im nächsten Schritt erfolgt die Milchgerinnung mit Hilfe von Milchsäurebakterien und Lab. Als nächstes erfolgt das Dicklegen, je nach Käseart dauert dies zwischen einer halben Stunde und mehreren Stunden. Mit der Käseharfe kommt es zum Käsebruch. Je feiner der Käsebruch zerkleinert wird, desto mehr Molke setzt sich ab und umso härter wird der fertige Käse. Nun wird der Käse in Formen abgefüllt, gepresst und gewendet. Anschließend darf der Käse in Salzlake baden, wodurch sich die Rinde bildet. Im letzten Schritt darf der Käse reifen. Die Laibe oder Blöcke werden regelmäßig gewendet und je nach Sorte gebürstet, gewaschen oder mit Edelschimmel behandelt. Am Ende dieses Prozesses hat der Käse seinen Charakter entwickelt. Das Ergebnis ist eine Vielfalt an leckeren Käsesorten.