Boden & Wasser

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Gutes Futter fängt in gesundem Boden an

… und gesunder Boden bedeutet Umweltschutz. Unsere bäuerlichen Kleinbetriebe leisten mit ihrer täglichen Arbeit am Hof einen wichtigen Beitrag für die Natur – heimische Lebensräume werden gepflegt und lebensnotwendige Ressourcen geschont.

  • das Grasen der Heumilchkühe auf der Weide und die Bewirtschaftung der Wiesen fördern die Artenvielfalt, indem sie ein besseres Pflanzenwachstum und einen Lebensraum für zahlreiche Insektenarten ermöglichen
  • regelmäßiges Mähen und die hohe Pflanzenvielfalt sorgen für einen tief verwurzelten Grasteppich und schützen beispielsweise vor Erdrutschen, Muren oder Lawinengefahr
  • die Fütterung mit frischen Gräsern, Kräutern, Heu und dadurch Verringerung des Wasserfußabdrucks um das Dreifache im Gegensatz zur herkömmlichen Landwirtschaft
  • ohne die wertvolle Arbeit der Heumilchbauern wäre die Kulturlandschaft in den Bergen beispielsweise innerhalb von 60 bis 80 Jahren aufgrund von Verwaldung verschwunden

Gesunder Boden bedeutet aktiver Klimaschutz

Auch wenn er meist wenig beachten wird: Der gesunde Boden ist nicht nur unverzichtbarer Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen, sondern auch die wichtigste Ressource für gesunde Lebensmittel. Ein gesunder Boden ist aber auch ein wichtiger Klimaschützer: als Wasserspeicher nimmt er wertvolles Wasser zum Schutz gegen Trockenheit auf und er speichert CO2 zum Schutz gegen den Klimawandel. Der Boden in der Grünlandbewirtschaftung speichert viel COund Wasser in der bestehenden Humusschicht. Die naturnahe Bewirtschaftungsweise unserer Milchbauern sorgt für die Erhaltung des wichtigen Bodenspeichers und trägt so aktiv zu einer gesunden Bodenentwicklung, reineren Gewässern und sauberer Luft bei.

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Der Boden als Basis

Der stetige Rückgang von Bodenlebenwesen wie Regenwürmer, Laufkäfer oder winzige Mikroorganismen hat also fatale Folgen für die Umwelt. Die Artenvielfalt und Häufigkeit von Bodenlebewesen sind für die Bodenentwicklung und Fruchtbarkeit von wesentlicher Bedeutung. Bodenlebewesen zersetzen und zerkleinern beispielsweise Pflanzen- und Ernterückstände oder beschleunigen den Abbau von organischem Material und fördern dadurch die Erhaltung von Humus. Laufkäfer und Spinnen haben eine wichtige Rolle als Nützlinge in der Schädlingsbekämpfung. Und grabende Regenwürmer wirken aktiv auf das Bodengefüge und tragen maßgeblich zur Lockerung und Durchmischung des Bodens bei.

Wasser und Landwirtschaft

Sauberes und hochwertiges Wasser hat nicht nur als Lebensmittel für unseren täglichen Gebrauch eine wichtige Bedeutung, sondern auch als Produktionsmittel in unserer Landwirtschaft. Neben gesunden, fruchtbaren Böden ist die Verfügbarkeit von Wasser durch ausreichende Speicherung im Boden eine der essentiellen Voraussetzungen für die Ernährungssicherheit. Aufgrund des Klimawandels und zunehmenden Trockenperioden kommt es in den letzten Jahren immer wieder zu flächendeckender Wasserknappheit und teilweisen Ernteausfällen. Jeder von uns ist gefordert, respektvoll mit dem wertvollen Gut umzugehen.

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Projekt „Artenvielfalt in Bauernhand“

Die Wasserverfügbarkeit und ein gesunder Boden sind somit zwei, in enger Wechselwirkung stehende zentrale Schlüssel, um die Auswirkungen der Klimaverschlechterung auf die Landwirtschaft zu entschärfen. Im Rahmen von unserem Projekt „Artenvielfalt in Bauernhand“ berücksichtigen wir die Bedürfnisse der Bodenlebewesen und fördern die Erhaltung ihrer Lebensräume. Auch die Themen Wasser und Trockenheit werden uns zukünftig noch mehr beschäftigen.