Unterirdische Nistplätze für Wildbienen

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Unterirdische Nistplätze für Wildbienen

Ungefähr die Hälfte aller Wildbienenarten im mitteleuropäischen Raum sind sogenannte Bodennister. Sie graben Gänge in den Boden oder nutzen vorhandene Erdlöcher und legen dort ihre Eier ab. Diese Bienen lassen sich durch die Schaffung geeigneter Flächen, und vor allem durch die Erhaltung vorhandener Bodenstrukturen, in denen sie nisten können, unterstützen.

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Lehmige oder sandige, auf jeden Fall unbefestigte, nicht geschotterte Wege, die nach einem Regen matschig und bei Trockenheit staubig sind, sind für Wildbienen besonders wertvolle Habitate. Aber auch selten gemähte Böschungen und lückenhafte Grasnarben, entstanden durch die Tritte weidender Kühe, eignen sich als Rückzugsgebiete. Auf kleinstem Raum bieten sie neben Nistplätzen in unmittelbarer Nähe auch vielen Blütenpflanzen einen Lebensraum und damit Nahrung für die Bienen.

Im Frühjahr 2020 haben unsere Bäuerinnen und Bauern unter Anleitung von Experte Dr. Johann Neumayer zusätzliche unterirdische Nistplätze für die Wildbienen & Co geschaffen.