Oberirdische Nistplätze für Wildbienen

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Oberirdische Nistplätze für Wildbienen

Oberirdisch nistende Wildbienenarten halten Ausschau nach löchrigem Totholz, Laub- und Steinhaufen, hohlen Pflanzenhalmen oder auch verlassenen Schneckenhäusern. Solche Nistplätze können wir meist mit wenig Aufwand fördern und teilweise künstlich nachbilden. Die wichtigste Maßnahme ist die naturnahe Erhaltung oder Gestaltung kleiner Flächen. Wo auch ein Mäuschen leben darf, Kleinstrukturen Platz haben, etwas „Unordnung“ sein darf … da können auch die Wildbienen Lebensraum finden.

Im März 2020 haben wir ca. 2 m lange und ca. 30 cm starke Eschenstempen mit unterschiedlich großen vorgebohrten Löchern im Boden fixiert. Die so entstandenen Hohlräume sollen durch oberirdisch nistende Wildbienen besiedelt werden. Im Laufe der nächsten Jahre wird von der Universität Salzburg wissenschaftlich erhoben, welche Bienen sich in den Stempen ansiedeln und inwiefern die Bienen die angrenzende Wiesenflächen als Nahrungsangebot nutzen. – Wir halten euch auf dem Laufenden.

Aufstellen bei 4,5 °C und Eisregen, aber warmes Gewand und viel Motivation und Engagement für die Artenvielfalt haben geholfen! Hurra, die Stempen stehen 😊 – jetzt heißt es für die Bauernfamilien und die Universität, etwas Zeit und Geduld zu haben, bis sich die ersten Bewohner ansiedeln.

Gemeinsam geht es besser

Partnerschaften, gemeinsames Umsetzen und die Förderung des landwirtschaftlichen Nachwuchses ist für die Firma Woerle und die Milchbauern ein wichtiges Thema. Daher war es naheliegend, die Schüler der HBLA Ursprung mit in das Projekt einzubinden. Fleißige Schülerinnen und Schüler haben sich bereit erklärt, zusätzlich zu ihrem Unterricht das Projekt zu unterstützen und ganze 6.720 Löcher in die Eschenstempen zu bohren. Wir möchten uns noch mal ganz herzlich bei den Schülerinnen und Schülern für diesen tollen Beitrag zur Unterstützung des Projekts zur Förderung der Artenvielfalt bedanken.