Ich wirke mit

WOERLE WIRKT WEITER

Ich wirke mit

Artenschutz geht uns alle an. Unter dem Motto: „Ich wirke mit“ möchten wir Euch für die bedrohte Artenvielfalt sensibilisieren. Wir wollen zeigen, wie wichtig Blühstreifen als Futterquelle sind, aber auch gleichzeitig wie schön wertvolle Strukturen wie liegengelassene Holzhaufen am Waldes- und Wiesenrand, alte Obstbäume, wucherndes Altgras, vertrocknete Stauden oder Brennnesseln sind. Oftmals werden sie als g’schlampert wahrgenommen und sind daher aus vielen Regionen Österreichs leider verschwunden. Gerade diese häufig zu wenig beachteten Flächen sind Lebensraum, Kinderstube und Rückzugsort für wertvolle Pflanzenarten, Wildbienen, Laufkäfer, Schmetterlinge, Zauneidechsen und Nützlinge aller Arten.

Die Wiese lebt – zurück zur Natur

Unsere Heumilchwiesen sind von Natur aus ein „Paradies der Artenvielfalt“. Gemeinsam mit unseren Bauern und Konsumenten wollen wir dieses Paradies der Artenvielfalt bis 2030 in Österreichs größter Heumilchregion – dem Flachgau und Mondseeland – mit 1000 zusätzlichen kleinen Rettungsinseln zu einer der größten landwirtschaftlich genutzten Artenvielfaltsregionen Österreichs erweitern.

Unser Ziel ist die großflächige, engmaschige Vernetzung kleiner „Inseln“ als Lebensraum für Pflanzen und Tiere und deren Kartierung. Die Wichtigkeit gerade von diesen kleinen und unterschiedlichsten Maßnahmen soll aufgezeigt werden. Artenvielfalt kann einfach und muss nicht zwingend teuer sein. Und vor allem: Mitmachen und Biodiversität stärken kann Spaß machen!

WOERLE WIRKT WEITER

Wie kann ich die Artenvielfalt unterstützen – Insekten leben überall, selbst auf deinem kleinen Balkon kannst Du etwas Gutes für sie tun

Im Mai/Juni ist die beste Zeit, um Kräuter, Blumen und Gemüse anzupflanzen. Die Nachtfröste sind vorbei und die Pflanzen wachsen und gedeihen jetzt besonders gut. Richtig bepflanzt finden Bienen und Schmetterlinge jede Menge Nahrung im Garten oder auf dem Balkon. Blüte ist aus Sicht der Insekten aber nicht gleich Blüte. So üppig viele Geranien blühen, nutzen Insekten sie weniger als Nahrungsquelle. Beliebt bei den Insekten, aber gleichzeitig sogar zum Kochen nutzbar sind beispielsweise Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Gänseblümchen, Veilchen, Kamille oder auch viele Kräuter wie Schnittlauch, Minze, Thymian oder Basilikum.

Mähe den Rasen so wenig wie möglich, damit Wiesenblumen wie Löwenzahn, Klee oder Gänseblümchen blühen und Insekten anlocken können. Oder lege im Garten ein wildes Eck an, wo heimische Kräuter und Wildblumen, wie beispielsweise Brennnesseln wachsen dürfen. Biete Wildbienen feuchten Lehm, lockeren Sand, Altholz oder ein Insektenhotel auf dem Balkon an – oder Nistmaterial für viele Vogelarten wie feuchte und trockene Blätter, Moos, Grashalme oder kleine Zweige.

Insekten und Kleintiere freuen sich gerade in den heißen Monaten riesig über frisches Wasser. Man kann den Tieren leicht helfen, indem man Trinkstellen anbietet. Empfehlenswert sind flache Wasserschalen, die man im Garten oder auf dem Balkon leicht aufstellen kann. Der Wasserstand sollte nicht höher als 3 cm sein, damit Jungvögel und Kleintiere nicht darin ertrinken. Die Tränken sollten möglichst schattig aufgestellt werden und täglich mindestens zwei Mal (morgens und nachmittags) gewechselt werden, damit sich das Wasser nicht unnötig aufheizt oder sich Keime vermehren und die trinkenden Tiere krank werden.